Wirbelsturm in Kuba
Santiago de Cuba, Holguín und Guantánamo sind
am stärksten vom Durchzug des Hurrikans „Sandy“ betroffen
von Hermann Pernerstorfer
(Quellen: Cubadebate, Granma, Prensa Latina, TeleSur)
In der Nacht vom 24. auf 25. Oktober überquerte der Wirbelsturm „Sandy” Kuba und hinterließ eine Spur der Verwüstung.
Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 175 km/h tobte „Sandy“ in der 494.000 Einwohner zählenden Stadt Santiago de Cuba, wo praktisch in allen Stadtvierteln erhebliche Schäden an Häusern, am Strom- und Telefonnetz, sowie an Dienstleistungseinrichtungen und Industriebetrieben entstanden.
In den Straßen stürzten Hunderte Bäume und Strom- und Telefonmasten um. Im historischen Stadtkern waren die Straßen teilweise durch die Verwüstungen unpassierbar.
In Guantánamo wurden ebenfalls bedeutende Schäden verursacht, bis der Wirbelsturm dann über Holguín das kubanische Territorium wieder verlassen hat.
Nach offiziellen Angaben gab es Schäden an über 137.000 Wohnungen. In allen drei Provinzen wurde die Stromversorgung lahmgelegt. Ein erheblicher Anteil des Telefonnetzes wurde zerstört. Es gab auch Schäden an zahlreichen Schulen, Geschäften, Lagerhäuser, Banken, touristischen Einrichtungen und vielen anderen Gebäuden.
Beim Wiederaufbau wird die Beseitigung der Schäden an vielen Gesundheitseinrichtungen priorisiert, um die Versorgung der Bevölkerung zu sichern.
In der Landwirtschaft wurden 2.695 Hektar verwüstet. Staatliche Bananenplantagen, Geflügelfarmen, Futtermühlen und Kaffeeplantagen sind betroffen. Dazu kommen die Schäden auf Feldern zahlreicher Bauern.
Der einzige Vorteil dieser Wettersituation ist, dass durch die intensiven Regenfälle die Stauseen der Region aufgefüllt werden. Die im Zusammenhang mit den Wirbelstürmen auftretenden Regenfälle führen aber auch zu ausgedehnten Überschwemmungen, die für die Bevölkerung der Region weitere Probleme verursachen. Das Institut für Wasserwirtschaft gibt an, dass die Niederschlagsmenge in Verbindung mit dem Hurrikan 336 mm betrug.
AufräumarbeitenBrigaden mit Bauarbeitern, Beschäftigten der kommunalen Dienste und der Landwirtschaft sowie Angehörige der Streitkräfte begannen mit der Räumung der Straßen von den verwüsteten Gebieten. In Kuba gibt es eine langjährige Tradition der gegenseitigen Solidarität bei Naturkatastrophen.
Trotz Evakuierung 11 ToteTrotz der Evakuierung von mehr als 330.000 Menschen, gibt es diesmal Todesopfer zu beklagen. Neun Menschen in Santiago und zwei in Guantánamo wurden von Mauern oder umstürzenden Bäumen erdrückt. Die genauen Ursachen werden von den örtlichen Behörden untersucht.
Wohin geben wir die HilfeDie kubanische Regierung hat auf Grund der langjährigen Erfahrung mit Wirbelsturmkatastrophen eine zentrale Koordinierungsstelle für die Hilfe eingerichtet, der wir die eingehenden Spenden zur Verfügung stellen.
SPENDENAUFRUF
Angesichts der verheerenden Zerstörungen durch den Wirbelsturm Sandy und die darauf folgenden Überschwemmungen in der Ostregion Kubas wollen wir als ÖKG einen Beitrag zur konkreten Solidarität leisten.
Wir bitten alle ÖKG-Mitglieder und FreundInnen Kubas Spenden auf das Konto der ÖKG, Kennwort „Wirbelsturm“, einzuzahlen.
Die kubanische Regierung hat auf Grund der langjährigen Erfahrung mit Wirbelsturmkatastrophen eine zentrale Koordinierungsstelle für die Hilfe eingerichtet, der wir die eingehenden Spenden zur Verfügung stellen.
Spendenkonto: 297 238 701 00
Erste Bank (BLZ 20111)
IBAN: AT71 2011 1297 2387 0100
BIC: GIBAATWWXXX




